In seinen Arbeiten verbindet Reifsteck handwerkliche Präzision mit rauer Großstadtästhetik, wobei Porträts sowie die Themen Tanz und Bewegung den zentralen Kern seines Schaffens bilden. Die Motive entstehen aus selbst gefertigten Schablonen, die er mit dem Skalpell ausschneidet und anschließend malerisch mit spontanen, oft gestischen Pinselstrichen ergänzt. Diese Kombination aus kontrollierter Technik und freier Malerei verleiht seinen Bildern eine Spannung zwischen Struktur und Intuition.
Generell ist für Reifsteck das Spiel mit Gegensätzen charakteristisch: Bewegung und Stillstand, Härte und Sensibilität, Kontrolle und Spontaneität. Diese Dualitäten erzeugen nicht nur eine gewollte Reibung, sondern auch eine Harmonie. Eine Symbiose, in der Gegensätze sich nicht aufheben, sondern gegenseitig verstärken. Ein wichtiges Element seiner Arbeit ist die Wahl des Bildträgers:
Früher öfter, heute nur noch punktuell, findet die klassische Leinwand Einzug in seine Arbeiten. Inzwischen arbeitet er vermehrt mit zerkratzten Verkehrsschildern, alten Holzresten oder entsorgten Alltagsfundstücken. Das Material wird seiner ursprünglichen Funktion entzogen und verwandelt sich in ein neues erzählerisches Medium.