Anna Hopfensberger vertiefte nach ihrem Studium an der Kunstakademie in Kolbermoor ihre Praxis im Master of Fine Arts in Painting an der New York Academy of Art, wo sie unter anderem bei Steven Assael, Vincent Desiderio, Marshall Jones, Manu Saluja und Michael Grimaldi studierte. Ihre künstlerische Entwicklung wurde durch die Zusammenarbeit mit Clifford Owens und Ana Benaroya entscheidend geprägt. In ihren Arbeiten verhandelt Hopfensberger die Reibung zwischen persönlicher Biografie, kulturellem Gedächtnis und politischer Realität mit wiederkehrenden Themen wie Machtverhältnisse, Körperlichkeit, Verletzlichkeit und die Konstruktion von Identitäten. Schichtweise aufgebaute Farbräume, nuancierte Tonwerte und präzise gesetzte Lichtdramaturgien erzeugen eine psychologische Verdichtung, in der Figuren zwischen Inszenierung und Entblößung oszillieren. Aktuell arbeitet Hopfensberger in Ateliers in München und New York. Ihre Werke bieten keine eindeutigen Antworten, sondern eröffnen mehrdeutige Situationen, in denen historische Motive, persönliche Erfahrungen und kollektive Vorstellungen aufeinandertreffen. So verankert sie ihre Praxis zugleich in der europäischen Malereitradition und im Diskurs einer globalisierten, von Bildern überfluteten Gegenwart.