Paul Schäfer ist ein Münchner Künstler und studiert an der Ludwig-Maximilians-Universität. Aktuell hat er sich auf die Darstellung von Porträts spezialisiert. Seine Werke verbinden pastose Spachteltechniken mit gesprayten Elementen, die bewusst als Bruch mit dem klassischen Bildverständnis eingesetzt werden. Diese Techniken kombiniert Schäfer mit malerischen Verfahren der traditionellen Kunst. Er versteht sich dabei als derjenige, der seine eigenen Bilder „zerstören“ darf: Indem er Augen auslässt, Formen überlagert oder markante Farbschichten setzt, nimmt er den dargestellten Personen ihre Identität und persönliche Nähe. Gleichzeitig erzeugt er eine ästhetische Spannung zwischen Schönheit und kontrollierter Anonymität. Seine Technik schafft eine emotionale Distanz zwischen Betrachter und Bild und zeigt, wie Porträtmalerei heute wirken kann, wenn sie die Frage stellt, was ein Gesicht ohne seine lesbaren Merkmale noch ist. In seiner Arbeit geht es um einen bewussten Stilbruch zwischen klassischer Malerei und modernen, destruktiven Eingriffen. Dieser Kontrast bildet das Zentrum seiner aktuellen künstlerischen Arbeit.